Mir ist ein Video der Schmerzspezialisten Liebscher & Bracht ‚über den Weg‘ gelaufen über
das Sitzen mit einem flammenden Appell bezüglich der Kinder.

Ich bin mir wie die meisten Menschen darüber im Klaren,

  • dass ich viel zuviel sitze
  • dass ich ein Sportmuffel bin
  • dass ich mich anders ernähren sollte
  • dass ich mich nicht so erhole wie ich es müsste
  • dass ich mich mehr (und anders) bewegen müsste
  • dass wirkliche Regeneration ein Fremdwort für mich ist

Und so habe ich mal Wikipedia befragt:

„Unter Regeneration werden Prozesse verstanden, die zur Wiederherstellung eines
physiologischen Gleichgewichtszustandes führen. Sie stehen immer in Bezug zu einer
vorausgehenden Belastung und haben (wieder-)versorgende Funktion.

Die Begriffsbestimmung hebt also ab auf die Abgrenzung zu jenen Vorgängen, die innerhalb
der Stoff-und Reaktionskreisläufe des Körpers zehrenden Charakter haben. Es wird zwischen
zwei Phasen unterschieden. Einer Phase körperlicher (Handwerk, Sport) oder auch geistiger Arbeit folgt eine Phase der Erholung. In einem allgemeineren Sinne lassen sich so auch Prozesse
beschreiben, die zu einem stofflichen Mangel führen, der in der Folge behoben wird.
Intensität und Dauer der Belastung beeinflussen den Regenerationsbedarf.“

Wir sind hier ja in meiner Sommerreihe, in der ich mit dir darüber nachdenke, wie man
verschiedene Arbeitsbereiche unter einen Hut bringen kann- eine Balance hinbekommt.
Ich gehe davon aus, dass mein orgelspielender Leser entweder

A Musiker mit verschiedenen Arbeitsbereichen ist oder

B einen anderen Hauptberuf hat und nebenamtlich Orgel spielt.

Bei A sähe die Regeneration von Arbeitsbereich zu Arbeitsbereich anders aus:

  • Als Regeneration zum Üben am Instrument müssten Bewegungen/Übungen kommen,
    die die Haltung am Instrument ausgleichen.
  • Bei intensiver PC-Arbeit wäre Ruhe für die Augen und Bewegung gut.
  • Bei lauten Situationen/Auftritten, wäre Stille gut.

Bei B wäre Ausgleich zur Hauptarbeit je nachdem wie diese ist, nötig- er wird vielleicht auch das Orgelspielen als Ausgleich empfunden.

Mich beschäftigt mehr das Thema Dauerbelastung, die in beiden Gruppen da ist:

  • Durch sich-hin-und-her-gerissen-fühlen durch die verschiedenen Arbeits- oder Lebensbereiche
  • durch zu hohe Anforderungen an sich selbst, Perfektionismus
  • dauernde Überforderung durch finanzielle Notwendigkeiten

Auf einer  Seite  fand ich:
„Es geht bei der Regeneration nicht nur um körperliche Erholung, sondern auch um den
wichtigen psychologischen Bereich. Körper und Geist sind unauflöslich miteinander verbunden. Körperliche Belastung und körperlicher Stress können sich auch immer auf die Psyche auswirken,
und umgekehrt können sich psychische Belastungen und psychischer Stress auch körperlich
bemerkbar machen. Leider wird das häufig vergessen. Um besser regenerieren zu können,
sollte man vor allem über eine bessere Ausdauer verfügen. Ein weiterer Vorteil des Ausdauer-
trainings ist übrigens darin zu sehen, dass dadurch auch unsere Konzentrationsfähigkeit zunimmt.“

Alles sehr nachdenkenswert- und wie für das Üben gilt wohl auch hier, dass man den eigenen Weg finden muss, der zu der momentanen Lebenssituation passt.

Ich freue mich über eure Erfahrungen!

Übrigens beginnt am Montag 4. September der Kurs
„5 Wochen entspanntes Orgelspiel“- dabeisein?

Liebe Grüße von
Birgit aus Hannover

Sommerreihe 6: Regeneration- was ist das?

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