Zum Thema Workflow, Arbeitsprozesse, Gewohnheiten gehört für mich
das Thema Grenzen.

Ich treffe die vielen Jahrzehnte, in denen ich mich in Kirche bewege, überdurchschnittlich viele engagierte, oft auch perfektionistisch veranlagte Menschen, die sich gern überfordern. Jeder von uns kennt die Geschichten von Burnouts oder Sabbatjahren, neue berufliche Orientierung.

Das Leben ist kein gerader Weg – es gilt immer wieder auszutarieren:
Was MUSS getan werden, was ist entbehrlich, was muss in der Art es zu tun verändert werden?

1. Grenzen erkennen

Was ist mir zu viel? Welche Situationen, Tätigkeiten, Umstände, auch Menschen (Energieräuber) stressen mich, saugen mich aus?  Was geht vielleicht auch nicht mehr so wie früher, weil z.B. ein Kind gekommen ist oder Familienmitglieder gepflegt werden müssen oder wir halt älter werden?

In Bezug aufs Üben: Welche Stücke kann ich vom Handumfang her nicht greifen? Welche Pedaltechnik verlangt mir zu viel ab? Das Stück ist zu lang für meine (momentane) Konzentrationsspanne? Oder…

2. Grenzen akzeptieren

.. ist mit Trauer, Versagensgefühlen, mitunter Wut verbunden. Grenzen sind ja auch negativ. Vielleicht ist es besser, sich zu sagen: Ich konzentriere, fokussiere mich jetzt auf: …
Unser Gehirn braucht ja eine positive Formulierung, um Wohlgefühl zu erzeugen- was uns hilft, bei der Stange zu bleiben. Was tut mir gut? Wie komme ich in den Flow? Wann fallen mir Tätigkeiten leicht?

Keine Riesenänderungen, keine Hauruck-Aktionen, die dich überfordern und dein Umfeld zu Unverständnis und Rückzug veranlassen. Du brauchst Verständnis und Unterstützung!

3. Grenzen erweitern

Wie jetzt? Ich sollte meine Grenzen doch akzeptieren, mich nicht mehr so stressen-
wie passt das denn zusammen???

Klassisches Beispiel: Bewegung. Ich müsste mich mal mehr bewegen… Dann ist das Ziel i.d.R. kein Marathon, sondern ein halbstündiger Spaziergang oder so. Das bedeutet, dass du dich aus der Komfortzone bewegst, deine Grenzen ein wenig (!) erweiterst. Und nur damit erreichst du auch dein Ziel. Wie könnte das in Bezug auf deine Situation aussehen?

Viel von deinem Erfolg wünscht dir

Birgit

Sommerreihe 5: Grenzen- erkennen, akzeptieren und erweitern

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.