In der Sommerreihe über Workflow, Arbeitsprozesse und wie man die verschiedenen Bereiche
im Leben eines neben- oder hauptberuflichen Musikers unter einen Hut bekommt, geht es heute
um Gewohnheiten.

Sie sind von Kreativen geliebt, gehasst und gefürchtet.

Geliebt: Jeder von uns hat kreative Gewohnheiten, vielleicht unbewusst, die er liebt.
Nicht immer sind sie förderlich fürs vorankommen …

Gehasst: Kreative habe Angst, geradezu Panik, dass Gewohnheiten ihre Kreativität einschränken.
Aber: Das Gegenteil kann der Fall sein.

Gefürchtet: Ja, ich müsste mir mal Gewohnheiten zulegen, aber wie? Ein schlechtes Gewissen als steter Begleiter macht auch keine Lust auf Gewohnheiten.

Also ist erstmal die Frage:

Welche Gewohnheit willst du denn entwickeln?

  1. Ist es eine, die sich auf den Zeitraum „Jahr“ ausrichtet? Z.B. endlich die sechs Wochen Sommerferien mal ohne Verpflichtungen, ganz am Stück zu genießen und Deine Dinge zu tun???
  2. Sind es monatliche Gewohnheiten? Monatliche Schwerpunkte zu setzen, damit du mit allem ‚rumkommst‘ und auch Genuss mit einbaust? Oder jeden Monat z.B. auch buchhalterisch abzuschließen?
  3. Oder willst du Deine Woche anders gestalten, so dass alle deine Lebensbereiche vorkommen?
    Wie z.B. auch ein Abend mit dem Partner/der Partnerin ganz allein?
    Und Zeit für Erholung und/oder Action?
  4. Oder willst du Deinen Tag anders strukturieren? Z.Zt. grassiert ja die Morgenroutine durchs Internet, an sich eine wirklich wichtige Sache. Für mein Empfinden aber zu einseitig –
    und es wird Druck ausgeübt. Es ist ‚in‘ – und was ‚in‘ ist, ist nach meiner Erfahrung selten hilfreich, weil nicht individuell!
  5. Oder willst du etwas Bestimmtes, das du tust, anders organisieren?

Wenn wir das Orgelüben ansehen, könnten es folgende Gewohnheiten sein:

  1. Im Jahreslauf hast du Zeiten, in denen du intensiver als normal üben kannst.
    Vielleicht nimmst du Unterricht oder an einer Fortbildung teil.
  2. Monatliche Schwerpunkte ergeben sich durch das Kirchenjahr.
    Sie wollen rechtzeitig zuvor vorbereitet werden, damit du nicht in den Stress kommst…
  3. Deine Woche enthält feste Übzeiten. Du kannst dich z.B. daran erinnern, indem du dir deine Übtasche gut sichtbar hinstellst. Je öfter du an einem bestimmten Tag zu einer bestimmten Zeit üben gehst, um so selbstverständlicher wird das!
  4. Deinen Tag anders strukturieren in Bezug auf Orgelüben kann auch bedeutet, dass du die Übzeit von abends auf morgens verlegst, weil dir das mehr bringt – und du dann abends entspannte Zeiten verbringen kannst.
  5. Das Üben selbst kannst du anders organisieren – mein Spezialgebiet, denn hier liegen die
    meisten Ansatzpunkte für mehr Freude und Erfolg – beste Garanten fürs Wieder-Üben!

Hierzu findest du auch viele Tipps in der kostenfreien Challenge „Neue Stücke- schnell gelernt“,
die am 21. August 2017 startet, vor deinem PC. Du setzt um an deiner Orgel. Eine mail an lebendigesorgelspiel@web.de genügt. Du gehst keine finanziellen Verpflichtungen ein.

Magst du berichten, welche Gewohnheit dir entscheidend weitergeholfen hat?

Dann freue ich mich auf deine Kommentare!

Birgit

 

 

 

 

 

Sommerreihe 3 Welche Gewohnheiten?

2 Gedanken zu „Sommerreihe 3 Welche Gewohnheiten?

  • Ob die Bezeichnung „geholfen hat “ richtig ist, weiß ich nicht – aber mir tut es gut, am Samstag nachmittag/ frühen Abend in die leere Kirche zu gehen, und mich mit Liedern, die zum Bibelwort des Gottesdienstes passen, zu beschäftigen und einfach die Atmosphäre der stillen Kirche in mich aufzunehmen.
    Liebe Grüße, Simone

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