Der Oktober war der Monat, der nicht weniger als ALLES für mich verändert hat.

Es begann damit, dass ich mich bei der mir gut bekannten und sehr geschätzten Claudia Kauscheder zu einer fünftägigen Home-Sweet-Office-Challenge angemeldet habe. Das Co-Working in den fünf Tagen hat meine Sicht auf meine Home-Office-Arbeit völlig verändert. Meine tiefgreifende Erkenntnis:

Ich bringe dieser meiner so vielfältigen und reichlich vorhandenen Arbeit keine Wertschätzung entgegen. Ich schaue sie deswegen nicht wirklich an. Auch wenn ich wegweisend viel schon verändert hatte, so fehlte mir doch ein echter Durchbruch. Die Perspektive in Bezug auf Durchhalten, Erholen, Kraft, Erfolg war nicht gut – ich selbst deswegen mehr pessimistisch statt optimistisch…

Die Folge war logisch: Ich habe mich zu dem Halbjahreskurs Home-Sweet-Office 2.0 angemeldet, lerne seit zwei Wochen mit Begeisterung, genieße die Gemeinschaft und Wertschätzung. Meine Herbstlieder habe ich dann auch noch herausgebracht bekommen 🙂

Und mein Gefühl ist nun ein gänzlich anderes: Es warten immer noch Berge von Arbeit auf mich, aber: Ich bin an den Tagen und am Ende der Arbeitswoche tatsächlich fertig. Bereits zweimal habe ich ein wirkliches Wochenende erlebt, an dem ich mich erholt habe. Revolution!

Auch die Liste meiner besonderen Aktivitäten zeigt, dass es mehr Zeit für mich, meinen Mann und andere soziale Kontakte gab: Dreimal waren wir im Theater, einmal in der Oper, zweimal Essen, in einer Krimilesung, es gab zwei Künstlerspaziergänge, wir fahren wieder alle zwei Wochen zur Brettspielrunde.
Es gab zwei Besuche live und in Farbe von zwei Facebook-Freundinnen. Ich habe endlich wieder regelmäßigen Kontakt zu meinem behinderten Sohn, der jetzt fest im Wochenplan verankert werden kann, den ich genieße, denn: Ich habe den Rücken frei dafür, einfach Lebens- und Beziehungsqualität.

Natürlich gab es auch die Kehrseite: Menschliche Enttäuschungen durch die neu gewonnene Klarheit, familiär und beruflich. Klärungen traue mir durch das gewonnen Selbstvertrauen zu, auch wenn sie viel Kraft kosten, machen wir uns nichts vor. Aber Regeln gelten nun einmal nicht nur für mich, sondern für alle, sonst sind sie keine.

Wie war dein Oktober?

Birgit

Meine neue durchschlagende Art der Wochenplanung habe ich hier beschrieben.
Ich habe vier Arbeitsbereiche:

  • Unterricht in meiner Musikschule (sieben Fächer),
  • die Leitung der Musikschule (15 Lehrkräfte, 100 plus x Schüler*innen)
  • das neue Projekt Übmentor seit Juni d.J. (Konzept weiterentwickeln, in Angebote usw. umsetzen)
  • Deschmusik (Konzerte, Bücher, Notenerscheinungen, Kurse) – kam bisher notorisch zu kurz…

P.S.: Hast du schon die Herbstlieder gesehen? 12€ bezahlen, ausdrucken, losspielen und unterrichten.