Der Begriff Coaching ist im ‚normalen‘ Leben durchaus verbreitet – aber durchaus schwammig.
Dazu passt, dass er im Ganzen nicht geschützt ist. Nur wer nach einer bestimmten Methode ausgebildet ist, darf sich dann z.B. Wingwave-Caoch oder OpenMind-Coach nennen, so weiß der Suchende, wo derjenige ausgebildet ist. Für die anderen bleibt die Aufgabe, sich zu positionieren: Die eigene Zielgruppe und den Nutzen, der dieser geboten wird, möglichst für sich selbst klar zu haben – und dann auch entsprechend zu vermitteln.

Wikipedia definiert:
„Der Begriff Coaching wird als Sammelbegriff für unterschiedliche Beratungsmethoden (Einzelcoaching, Teamcoaching, Projektcoaching) verwendet. Im Unterschied zur klassischen Beratung werden keine direkten Lösungsvorschläge durch den Coach geliefert, sondern die Entwicklung eigener Lösungen wird begleitet. Coaching bezeichnet strukturierte Gespräche zwischen einem Coach und einem Coachee (Klienten) z.B. zu Fragen des beruflichen Alltags (Führung, Kommunikation und Zusammenarbeit). Die Ziele dieser Gespräche reichen von der Einschätzung und Entwicklung persönlicher Kompetenzen und Perspektiven über Anregungen zur Selbstreflexion bis hin zur Überwindung von Konflikten mit Mitarbeitern, Kollegen oder Vorgesetzten. Dabei fungiert der Coach als neutraler, kritischer Gesprächspartner und verwendet je nach Ziel Methoden aus dem gesamten Spektrum der Personal- und Führungskräfteentwicklung.

Diese Definition ist das Ergebnis von Jahrzehnten. Sie zeigt auch, dass Coaching zunächst im Führungskräftebereich angesiedelt ist und schnell klar wurde, dass das mit Persönlichkeits-Entwicklung zu tun hat. Wie ich seit den 80er-Jahren verfolgt habe, sind die ganzen Themen Lebensplanung, Zeitplanung, Selbstmanagement … dann für Otto-Normalverbraucher adaptiert worden und haben weite (?) Verbreitung gefunden. Ich bin nicht der Meinung, dass diese Themen im Kern der Gesellschaft angekommen sind, allen Lebenshilfebüchern zum Trotz.

Und ich bin ausdrücklich der Meinung, dass Selbstreflektion in den Kirchen eher unüblich ist. Man ordnet sich dem großen Ganzen unter und dient gern – ich auch 😉. Dennoch breche ich eine Lanze für „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst!“ und das bedeutet für mich als Orgelspielende: Ich darf zunächst mein gutes Verhältnis zur Orgel pflegen, das Orgelspiel als ein Puzzlestein zum lebendigen Leben sehen und daraus auch Kraft ziehen für mein übriges Leben – und dann das ganze Drumherum in Kirche bedenken.

Die Wikipedia-Definition versucht das Coaching gegenüber Beratung, vielfach auch gegenüber Training abzugrenzen. Andererseits bezeichnen sich in dem Bereich Tätige gern in dem Dreiklang Trainer-Berater-Coach- zurecht wie ich finde.

Warum habe ich den Begriff Orgelcoach gewählt?

Dieser in der Definition angesprochene Schwerpunkt ist der Grund: „Im Unterschied zur klassischen Beratung werden keine direkten Lösungsvorschläge durch den Coach geliefert, sondern die Entwicklung eigener Lösungen wird begleitet.“ Darum antworte ich z.B. mit Gegenfragen- klassische Methode des Coachings, wiewohl ich selbstverständlich eine Meinung und entsprechendes Wissen habe. Aber:

Nur, was der Mensch für sich selbst gefunden, nachvollzogen, erkannt hat, wird dauerhaft in sein Leben Eingang finden.

Und darum geht es mir: Eine dauerhafte Verbesserung erzielen, mehr Klarheit und Leichtigkeit ins Orgelspiel und so ins Leben bringen. Darum „lebendiges Orgelspiel“, was im Umkehrschluss natürlich auch die Interpretation meint, die gewinnt durch mehr Selbstsicherheit.

Letztendlich bin ich auch Trainerin: Beim Umsetzen des Erkannten, beim Einüben von Gewohnheiten, beim Neulernen des Übens… und in all den anderen Einzelaspekten meiner wunderbaren Arbeit, über die ich in den nächsten wöchentlichen Blogbeiträgen berichten möchte.

Wer an diesem und verwandten Themen Interesse hat, trägt sich einfach in die Liste ein – darauf freut sich
Birgit aus Hannover
P.S.: Und wer wissen möchte, was Orgelcaoching für ihn tun könnte, vereinbart eine kostenlose
Kennenlernzeit mit mir. Wenn bei den Vorschlägen kein passender Termin ist, dann einfach eine
Mail mit Vorschlägen an lebendigesorgelspiel@web.de schreiben!

2017/25 Was ist Orgelcoaching – Teil 1

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.