Ein Thema, das im Leben wie im ‚Orgeln‘ stört:

Aufmerksamkeitskonflikte.

Ein Modespruch, dem man häufig im Internet begegnet, über den Autor wird gestritten: Energie fließt dahin, wo die Aufmerksamkeit ist. Oder umgekehrt:
Wo die Aufmerksamkeit ist, geht die Energie hin
und auch gern mal flöten.
Ich sehe förmlich das Energieleck vor Augen:

  • Wenn ich mich mal wieder aufrege über xyz, vielleicht auch im Bereich Gemeinde/Kirche.
  • Wenn ich mich ablenken lasse von dem, was ich eigentlich tun will oder soll.
  • Wenn ich meine Aufmerksamkeit bewusst anderen Dingen schenke, um nicht an das ran zu müssen, was mich jetzt
  • Wenn mehrere Dinge, Menschen, Aufgabenbereiche, Übgegenstände um meine Aufmerksamkeit buhlen können, weil ich nicht klar habe, was ICH will.

Hier haben wir also das ganze Arsenal der Vermeidungsstrategien, sie füllen Bücher und:
Jeder kennt sie!

Überlegen wir lieber, wohin sich Deine Aufmerksamkeit richten könnte:

  • Auf dich, deine Wünsche, Deine Ziele (kommen doch gern zu kurz oder?)
  • Auf Positives statt Negatives (vielleicht eine Dankbarkeitsliste führen?)
  • Auf deine Beziehung/Faszination für die Orgel (statt auf das ‚Drumherum‘)
  • Gezielt auf eine Auswahl von Stücken (nicht auf alle)
  • Auf die Stellen im Stück, die nicht gehen (nicht auf das, was du schon kannst)
  • In den schwierigen Stellen auf das, was Priorität hat

Und dann sind wir bei den Aufmerksamkeitskonflikten
in einem Stück,
an einer bestimmten Stelle, die dafür verantwortlich sind,
dass diese Stelle einfach nicht klappen will…

Als Beispiel nehme ich eine (scheinbar) einfache Struktur, einen vierstimmigen Choralsatz mit Pedal:

  • Sprung im Pedal streitet sich mit
  • Ungewöhnlicher Wendung, vielleicht verbunden mit Versetzungs-/Auflösungszeichen im Alt

Vielen geht es so, dass das Pedal die volle Aufmerksamkeit bekommt,
weil „Pedal halt immer schwierig ist!“.
Da wäre auch grundsätzlich das Mindset/die Einstellung zu ändern!

Was könntest du tun?

  • Das Intervall des Pedalsprungs in entsprechenden Übungen Pedal allein aus deinem Fundus trainieren..
  • Dabei vielleicht feststellen, dass die Sitzhaltung das Problem ist, du dich vielleicht mehr aus der Hüfte nach links oder rechts drehen musst. Dann baust du diese Drehung ein.

→ Du Kannst dich auf die Wendung im Alt konzentrieren.

Oder du beschäftigst dich mit der rechten Hand:

  • Spielt die rechte Hand überhaupt diesen Ton oder könnte er auch mit links übernommen werden?
  • Im Alt (und Tenor also generell den Mittelstimmen) ist ja oft der Daumen beschäftigt, spiele einmal nur alles, was der Daumen spielt- wo sind die ‚Holperer‘? Was muss geändert werden?
  • Liegt das Problem eher einen Schlag vorher, also wie man in die Stelle hineinkommt?
  • Könntest du die Phrasierung anders machen, was einen anderen Fingersatz ermöglicht?

→ Die Manualstelle ist geklärt, so dass du auf den Pedalton schauen kannst (dann kleines Auge links vor diesen eintragen)

Ich behaupte, dass an mindestens 50% aller schwierigen Stellen ein Aufmerksamkeitskonflikt mindestens beteiligt ist.

Insofern wünsche ich dir viel Erfolg beim Aufspüren derselben.

Wenn du jetzt sagst „Wow, hab‘ ich noch nie gehört!“ dann lass dir sagen:
Von dergleichen habe ich jede Menge auf Lager!
Z.B. in meinem Onlinekurs „5 Wochen für SICHERES Orgelspiel“, der am 30.10.2017 startet.
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Wenn du dir unsicher bist, ob das etwas für dich ist oder andere Fragen hast, zögere nicht einen kostenlosen Kennenlerntermin mit mir zu vereinbaren hier oder per mail an lebendigesorgelspiel@web.de.
In den ersten zwei Oktoberwochen habe ich wegen der Herbstferien mehr zeitliche Möglichkeiten!
Und freue mich darauf dich kennenzulernen und dir bereits im ersten Gespräch weiterzuhelfen.

Birgit

 

 

 

 

2017/27 Aufmerksamkeits- Konflikte bis zu 50%

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